Verschattung – DIE Herausforderung für alle PV-Anlagen

Verschattung – DIE Herausforderung für alle PV-Anlagen

von (Nikko Photovoltaik) - 11. April 2012

Verschattung kann sich auf den Ertrag von Photovoltaik ganz massiv auswirken. Haben Sie Verschattung am Dach, ist aber noch nichts verloren. Es wird nur umso wichtiger, eine angepasste und kompetente Planung durchzuführen. Hier erfahren Sie, worauf Sie dabei achten sollten.

Im Normalfall werden bei privaten Kleinanlagen alle Module in Serie zusammengeschalten. Damit erreicht man eine einfach und kostengünstige Verschaltung und benötigt nur einen Strang (eine Serienschaltung), um eine 5 kWp Anlage zu errichten. Solange das Dach unverschattet bleibt, ist diese Verschaltung auch kein Problem.

Vorsicht, Verschattung

Wenn aber Verschattung auftritt, wirkt sich diese lange Serienschaltung negativ aus. Das schwächste Glied in der Kette beschränkt den Stromfluss und somit reicht auch eine geringfügige Verschattung für Verluste der gesamten Anlage. Die Höhe der Verluste kann dabei bis zu 80 % betragen.

Was tun?

Mit sorgfältiger Planung lassen sich diese Verluste vermeiden oder deutlich reduzieren. Dem Planer bzw. Anlagenerrichter stehen viele Maßnahmen zur Verfügung, die je nach Situation richtig kombiniert gute Anlagenerträge trotz teilweiser Verschattung garantieren:

  • Abstände einhalten – lieber ein Modul weniger als zu nah an Verschattungsobjekten
  • Parallelschaltung – durch die Verschaltung mehrerer kleiner Stränge können die Verschattungsverluste auf den jeweiligen Anlagenteil reduziert werden.
  • Verschattungskonforme Verschaltung – Verschaltung analog zum Verlauf des Schattens.
  • Nutzung geeigneter Technologien – in bestimmten Fällen kann z.B. der Einsatz von Dünnschichtmodulen vorteilhaft bzw. sogar notwendig werden.
  • Einsatz von Modulen mit hoher Spannung, die dann trotz kleiner Stränge gute Spannung aufweisen (und damit geringere Kabel- und Wechselrichterverluste).
  • Wechselrichter mit mehrfachen Eingängen oder MPP-Trackern.

Wenn diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, sind Sonderlösungen mit Modul- oder Mikrowechselrichtern denkbar, welche die Module einzeln oder in minimalen Strängen ansteuern.

Haben Sie also Verschattung am Dach, ist noch nichts verloren. Es wird nur umso wichtiger, eine angepasste und kompetente Planung durchzuführen.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihren potentiellen PV-Anlagen-Errichtern die Verschattungsmaßnahmen erläutern – es wird sich rasch die Spreu vom Weizen trennen…

2 Antworten auf “Verschattung – DIE Herausforderung für alle PV-Anlagen”

  1. Schaut mal auf die Homepage unserer Firma S.I. Energiesysteme, http://www.si-e.at!
    Bei Verschattungssituaionen haben wir den deutschen Wechselrichter APtronic als Partner gewinnen können. Da auch wir immer wieder schwierige Dachmontagen hatten und die optimale Anordnung und Setzung der Module suchten, sind wir auf diesen Hersteller gestoßen. Die stellen Microwechselrichter her, ein bis zwei Module werden draufgehängt, der Wechselrichter ist deutlich billiger als die gängigen.
    Tolle Lösung des Verschattungsproblems!

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